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Republik in Südostafrika an der Straße von Mosambik gegenüber Madagaskar, 801 551 km², 19,4 Mio. Einwohner, Hauptstadt Maputo, Amtssprache Portugiesisch, Verkehrssprachen Bantu-Dialekte.

Land und Leute

Mosambik besteht entlang der Küste und im Süden aus weiten Tiefländern mit Feucht- und Mangrovewäldern, im Norden und Westen schließen sich nach steilem Anstieg Gebirgs- und Tafelländer an, die das sonst tropische Klima mäßigen. Weniger als in anderen afrikanischen Ländern konnten Christentum (etwa 40 %) und Islam (18 %) gegenüber den animistischen Kulten an Boden gewinnen. Die weitestgehend aus Angehörigen von Bantustämmen bestehende Bevölkerung ernährt sich von der Landwirtschaft mit Zuckerrohr-, Baumwoll- und Kokospalmenplantagen sowie Mais-, Hirse-, Reisanbau. Die Industrie im trotz reicher Bodenschätze (Kohle, Salz, Bauxit, Kupfer u. a.) armen Mosambik ist unterentwickelt, zwei Drittel des Sozialprodukts stammen aus Entwicklungshilfe.

Geschichte

1498 kamen die Portugiesen nach Mosambik und behaupteten sich gegen niederländische, britische und französische Konkurrenz vom Rovuma bis südlich des Limpopo. Die volle Kontrolle über das Landesinnere gewannen sie jedoch erst Anfang des 20. Jh. 1951 erhielt Mosambik den Status einer Überseeprovinz, in der sich Befreiungsbewegungen bildeten, die sich 1962 zur FRELIMO vereinigten. Ihr Guerillakampf war nach der Revolution im Mutterland erfolgreich: 1975 wurde das Land unabhängig und gab sich eine sozialistische Staatsform. Die Beziehungen zu Südafrika und zum einstigen Mutterland wurden dennoch aus wirtschaftlicher Not weitergepflegt. 1989 Loslösung vom Kommunismus und infolgedessen Einführung der Marktwirtschaft. Mithilfe einer UN-Friedenstruppe 1994 freie Wahlen. Bis heute schwere soziale und wirtschaftliche Probleme.